1936

Am 1. Oktober nimmt der Lehrer Wilhelm Körber in einer Versuchsklasse für sprachgestörte Kinder  an der Kinderklinik der damaligen städtischen  Krankenanstalten Essen den Unterricht auf. Die Klasse enthält  5 Stammler und 7 Stotterer des 1., 2. und 3. Schuljahres. Damit bildet sie neben den wenigen Einrichtungen in Halle, Hamburg und Berlin, die einzige mögliche gesonderte Bildung für sprachgestörte Kinder und Jugendliche in Deutschland.

1937

Aufgrund einer Umfrage bei den Essener Grundschulen ermittelt man 311 sprachgestörte Kinder. Daraufhin werden ab Ostern 1937 zwei weitere Klassen eingerichtet. Diese werden in zwei evangelischen Volksschulen räumlich untergebracht.

1938

Die junge Einrichtung gewinnt an Vertrauen sowohl bei der Behörde wie auch in der Elternschaft. In jeder Klasse sind  jetzt 16 Kinder.

1939

Die drei Klassen werden im Gebäude der Hoffnungsschule zusammengezogen. „Die bisherige Dezentralisation brachte mehr Nachteile als Vorteile", schreibt der Chronist. Dazu kommt noch eine 4. Klasse. Die kommissarische Leitung der Schule hat  Herr Körber. Da aber dieser beim NSLB in Ungnade fällt, übernimmt der Rektor der Hoffnungsschule Herr Rektor Wilhelm Knipp die Leitung der Schule.

1940 -

1942

Unter vielen Spannungen läuft  die Arbeit bei den schwierigen Kriegsverhältnissen weiter.

1943/44

Da Herr Körber am 5.3. Soldat wird, verlässt er die Schule. 50% der Kinder gehen in die Kinderlandverschickung mit Frau Pasternack. Frau Müller erfasst einen Teil der zurückbleibenden Kinder in einer Sammelklasse. Die Klasse in Essen wird geschlossen.

1945

Herr Körber kommt im August aus der Kriegsgefangenschaft zurück.

1946

Die schweren Nachkrieqsverhältnisse (keine Gebäude, keine ausgebildeten Lehrkräfte, keine Straßenbahnverbindungen) machen die sofortige Wiedereinrichtung der Sprachheilschule unmöglich.

1947

ln der kath.Altstadtschule  wird die Arbeit der Sprachheilschule am 1.5.1947 mit zwei Klassen wieder aufgenommen.

1948

Herr Lehrer Hermann Pannen, der spätere Leiter der Schule für Sprachbehinderte in Düsseldorf, übernimmt die 3. Klasse.

1949

Die Schule zieht in das Gebäude der evangelischen Beisingschule.

1954

Herr Körber wird als bisheriger Hauptschullehrer zum Rektor ernannt.

1957/58

Zu Ostern geht Herr Kremer nach Köln, um  dort eine Sprachheilschule zu gründen. Am 5.7.1958 geht Herr Pannen von unsere Schule, um in Düsseldorf eine Sprachheilschule ins Leben zu rufen.

1964

Die Schule zieht in das neue Gebäude in der Raumerstraße 55 (Frohnhausen), das ursprünglich für eine Volksschule gedacht war. Die Unterbringung in der Raumerstraße sollte nur ein Provisorium sein.

1968

Zum Herbstanfang wird die Schule im Zuge der Neuordnung des Schulwesens in die Hamburger Straße in das Gebäude der Elisabethschule verlegt. Herr Borbonus (in den 1980/90-er Jahren Schulleiter der Sprachheilschule Wuppertal) nimmt seine Arbeit an unserer Schule auf.

1969

Vor den großen Sommerferien tritt Herr Rektor Körber, der langjährige Leiter der Schule für Sprachbehinderte, in den wohlverdienten Ruhestand. Frau Jung (ehemals Frau Schröter) führt als Konrektorin die Dienstgeschäfte weiter. In Steele und Borbeck entstehen zwei Außenstellen.

1970

lm Februar 1970 findet eine Versammlung aller interessierten Kolleginnen und Kollegen aus allen Sprachheilschulen Nordrhein-Westfalens in unserer Schule statt, auf der die „vorläufigen Richtlinien für Schulen für Sprachbehinderte" erarbeitet werden, die später auch für amtliche Verlautbarungen als Grundlage dienen. Entscheidende lmpulse zur Betreuung von Kindern im schriftsprachlichen Bereich (Legastheniker) werden eingebracht. Dies führt dann im gesamten Schulamtsbereich Essen zu entsprechenden Förderkursen an den Grundschulen und zu Lehrerfortbildungsveranstaltungen.

1972

Zu Beginn des Schuljahres wird Frau Dölemeyer zur Schulleiterin ernannt.

1973/74

Herr Bösing verlässt die Schule und richtet zu Beginn des Schuljahres in Gelsenkirchen eine Schule für Sprachbehinderte ein.

1974/75

In der Dechenstraße 25 wird zu Beginn des Schuljahres ein eigenes Schulgebäude bezogen, das bislang von einer Hauptschule benutzt worden ist. 13 Klassenräume reichen noch nicht aus. 4 Klassen bleiben in der Hamburger Straße. Die Außenstellen Steele und Borbeck werden aufgelöst. Frau Dölemeyer wird in den Sommerferien pensioniert. Frau Jung führt die Geschäfte weiter. Wegen ihrer längeren Erkrankung wird Herrn Borbonus die Leitung der Schule vorläufig übertragen.

1976

Am 12.6. wird mit einem großen Schulfest das 40 jährige Schuljubiläum gefeiert. Als unterwertig Beschäftigter übernimmt Herr Sonderschulrektor Schiller ab 1.8.1976 die Schulleitung. Die Schule hat jetzt 207 Schüler/innen, die in 18 Klassen unterrichtet werden. Zum Kollegium gehören 24 Lehrer, davon sind 17 ausgebildete Sonderschullehrer.

1977

Während Frau Beinert und Herr Schaus neu ins Kollegium kommen, übernimmt Herr Borbonus mit Beginn des Schuljahres die neu eingerichtete Schule für Sprachbehinderte in Wuppertal. Ab Oktober 1977 trägt die Schule den Namen Albert-Liebmann-Schule.

1979/80

13 Lehramtsanwärter werden in diesem Schuljahr ausgebildet. Die 231 Schüler/innen werden in 21 Klassen unterrichtet.

1981/82

Die Sekundarstufe I unserer Schule wird entgegen der Entscheidung der Schulgemeinde als Außenstelle der Rheinischen Schule für Sprachbehinderte im Sekundarbereich I in Düsseldorf vom Landschaftsverband Rheinland übernommen. Als Schule für Sprachbehinderte haben wir im Primarbereich zu Beginn des Schuljahres 184 Schüler/innen in 17 Klassen. 7 Klassen des Primarbereichs sind im Nordflügel des Gebäudes Dechenstraße 25 und 10 Klassen in der Elisabethschule untergebracht.

1984

Herr Chlosta, ehemaliger Lehrer an der Albert-Liebmann-Schule – und zeitweise im Sekundarbereich in Düsseldorf tätig, tritt die Stelle des Konrektors an.

1986

Die Albert-Liebmann-Schule feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Schulleiter ist Herr Friedrich-Karl Schiller. Konrektor ist Herr Franz Chlosta. Die Schule hat 236 Schüler/innen, die in 23 Klassen unterrichtet werden. In der Stammschule sind davon 7 Klassen, in der Elisabethschule 11 Klassen und in der Bodelschwinghschule 5 Klassen untergebracht.

1987

Herr Schneider übernimmt die Schulleitung.

Im Juli bezieht die Albert-Liebmann-Schule das heutige Gebäude in Borbeck. Zunächst ziehen die Klassen aus der Elisabethschule ein.

1988

Nachdem auch die Klassen aus dem Gebäude der Dechenstraße und aus der Bodelschwinghschule eingezogen sind, feiert die Schulgemeinschaft mit einem ersten gemeinsamen Schulfest die Einweihung des Schulhauses.

1989-

2000

Die Albert-Liebmann-Schule wächst weiter. Schon nach kurzer Zeit wird das Gebäude in Borbeck wieder zu klein. In vielen wechselnden Depandancen werden immer wieder Klassen ausgelagert.

Der Förderverein wird gegründet. Der Schulhof wird gestaltet und erhält viele Spielmöglichkeiten und Spielgeräte.

Viele der engagierten und fachkundigen Kolleginnen und Kollegen verlassen die Schule, um andernorts Funktionsstellen zu übernehmen.

2000

Herr Chlosta verlässt nach vielen Jahren als Konrektor die Albert-Liebmann-Schule.

2005

Frau Köster ist Konrektorin der Albert-Liebmann-Schule

2006

Die Albert-Liebmann-Schule erhält eine eigene OGS.

2007

Frau Köster verlässt die Albert-Liebmann-Schule

2008

Herr Schneider wird pensioniert.

Die Albert-Liebmann-Schule erhält einen 2.Standort in der Rosenhügelschule. 7 Klassen ziehen um.

2008

Frau Seng übernimmt ab 1.10.2008 als Konrektorin die kommissarische Leitung der Schule.

2009

Im Februar 2009 wird eine verbindliche Kooperation mit der Förderschule „Am Steeler Tor“ – Kompetenzzentrum für sonderpädagogische Förderung (KsF) geschlossen. Lehrkräfte der ALS unterstützen die Präventionsarbeit in den Grundschulen mit 8 Unterrichtsstunden.

Zum Schuljahresbeginn 2009/2010 werden an der Schule 330 Schüler/innen in 27 Klassen unterrichtet. Davon sind neun Klassen in der Außenstelle untergebracht.

2010

Herr Krist wird als neuer Schulleiter der Albert-Liebmann-Schule ernannt.

Der Schulhof am Hauptstandort erhält in einem Gemeinschaftsprojekt mit ALEA und der Bismarck Holding einen neuen Mittelpunkt mit einer Spielritterburg. Auch Teile des kleinen Schulhofs werden neu gestaltet.

2011

Die Albert-Liebmann-Schule feiert mit einer großen Jubiliäumswoche und unterschiedlichen Aktivitäten der Schulgemeinde ihr 75-jähriges Jubiläum. Höhepunkt der Veranstaltungswoche ist der Jubiläumsabend am 28.05.2011.

Die Schule hat zu diesem Zeitpunkt insgesamt 322 Schüler/innen, die auf 28 Klassen verteilt sind. Das Kollegium hat eine Größe von 48 Lehrer/innen erreicht.

In Kooperation mit dem KsF Steeler Tor unterstützt die Albert-Liebmann-Schule eine Eingangsklasse an der Grundschule Andreasschule als Modellversuch zur Inklusion durch intensive Personalbegleitung (Abordnung von Lehrkräften).

2012

An der Außenstelle Rosenhügel steht die Schwermetallbelastung des Gebäudes im Mittelpunkt der Gespräche. Eine Teilsanierung der Klassenräume findet zeitversetzt statt.

Das Kollegium begibt sich in eine weitere intensive Erarbeitung des Schwerpunktes Inklusion

2013

Im Frühjahr befindet sich die Albert-Liebmann-Schule in der Qualitätsanalyse des Landes NRW.